Die Prophezeiungen

Prophezeiung

Die 5 Prophezeiungen in der Bibel bezüglich der Wiederkehr des Herrn Jesus wurden erfüllt

2019-02-17 6128

von Zheng Xun

Inhaltsverzeichnis

1. Das Auftreten von Krieg, Hungersnot und Erdbeben

2. Die Wiederherstellung Israels

3. Das Evangelium wird in jedem Winkel der Welt gepredigt werden

4. Die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen und die Liebe der Gläubigen wird erkalten

5. Das Erscheinen falscher Christi und falscher Propheten

Wir sind jetzt am Ende der letzten Tage, und es gibt viele Brüder und Schwestern, die aufrichtig an den Herrn glauben und auf Seine Wiederkehr warten, die sicherlich an diese Frage denken müssen: In Kapitel 22, Vers 12 der Offenbarung, prophezeit der Herr Jesus: „Siehe, ich komme bald.“ Der Herr versprach uns, dass Er in den letzten Tagen wiederkommen würde, ist Er also jetzt wiedergekehrt? Diese Frage ist für uns Christen wirklich so wichtig, wie sollen wir daher genau wissen, ob der Herr wirklich wiedergekehrt ist oder nicht? Tatsächlich hat es uns der Herr Jesus bereits durch biblische Prophezeiungen gesagt, und solange wir alle Fakten zusammenfassen und sie ernsthaft abwägen, werden wir die Antwort finden.

1. Das Auftreten von Krieg, Hungersnot und Erdbeben

In Matthäus, Kapitel 24, Verse 6 bis 8 heißt es: „Ihr werdet hören Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu und erschreckt euch nicht. Das muß zum ersten alles geschehen; aber es ist noch nicht das Ende da. Denn es wird sich empören ein Volk wider das andere und ein Königreich gegen das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin und wieder. Da wird sich allererst die Not anheben.“ Die Katastrophen, die sich in den letzten Jahren auf der ganzen Welt ereignet haben, sind immer schlimmer geworden, und zum Entsetzen der Menschen treten Erdbeben, Überschwemmungen, Dürren, Waldbrände, Hungersnöte und Krankheitsausbrüche häufig auf und sind weit verbreitet. Die Welt befindet sich in einem unbeständigen und turbulenten Zustand, und Krieg, Gewalttaten, regionale Konflikte und Terroranschläge kommen häufig vor und weiten sich weiter aus. Im April 2015 entdeckten beispielsweise 16 US-Bundesstaaten, dass sie das Vogelgrippevirus aufwiesen, und Experten gaben an, dass dies der schlimmste Ausbruch der Vogelgrippe in den USA seit 30 Jahren sei. Am 25. April 2015 kam es in Zentralnepal zu einem Erdbeben mit einer Stärke von 8,1 auf der Richterskala, bei dem rund 9.000 Menschen ums Leben kamen und 22.000 verletzt wurden. Dies war die größte Naturkatastrophe, die Nepal seit über 80 Jahren traf. Von November 2015 bis Juli 2016 erlebten Paris, Brüssel und Nizza mehrere Terroranschläge, bei denen mindestens 200 Menschen starben und mehr als 700 verletzt wurden. Im April 2016 erlebte Indien die schlimmste Dürre seit 40 Jahren, wodurch mehr als 300 Millionen Menschen Schwierigkeiten hatten, genügend Wasser zum Trinken zu finden. Vom 4. bis zum 6. Februar 2017 entstand an der Grenze zwischen Afghanistan und Pakistan aufgrund von heftigem Schneefall eine Reihe von Lawinen, durch die mehr als 100 Menschen starben und 2.617 Familien betroffen waren, insgesamt also 15.702 Menschen. Bei Tagesanbruch des 1. April 2017 trafen Überschwemmungen und Erdrutsche, die durch starken Regen verursacht wurden, Mocoa, Kolumbien. Dabei wurden mindestens 316 Menschen getötet und 332 verletzt, und 103 Menschen wurden vermisst. Dies war die dritte wetterbedingte Katastrophe in Kolumbiens Geschichte und gilt als die schlimmste Katastrophe, die Mocoa je getroffen hat. Es ist gerade die Häufigkeit dieser Katastrophen, die als Mahnung von Gott an die Menschheit dient, und an ihnen können wir erkennen, dass sich diese biblische Prophezeiung längst erfüllt hat und der Herr wiedergekommen ist.

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2. Die Wiederherstellung Israels

In Matthäus, Kapitel 24, Verse 32 bis 33 heißt es: „An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis: wenn sein Zweig jetzt saftig wird und Blätter gewinnt, so wißt ihr, daß der Sommer nahe ist. Also auch wenn ihr das alles sehet, so wisset, daß es nahe vor der Tür ist.“ Wie wir alle wissen, spricht man von dem Feigenbaum, der seine Blätter hervorbringt, in Bezug auf die Wiederherstellung Israels. Israel wurde am 14. Mai 1948 wiederhergestellt. Diese Schriften sagen uns, dass der Menschensohn vor der Tür steht, wenn wir Israel wiederhergestellt sehen. Es ist jetzt 70 Jahre her, seit Israel wiederhergestellt wurde. Vor 70 Jahren stand der Herr vor der Tür. Ist Er also nicht schon längst wiedergekehrt? Es ist sehr klar, dass sich auch diese Prophezeiung der Wiederkehr des Herrn Jesus erfüllt hat.

3. Das Evangelium wird in jedem Winkel der Welt gepredigt werden

In Matthäus, Kapitel 24, Vers 14 heißt es: „Und es wird gepredigt werden das Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zu einem Zeugnis über alle Völker, und dann wird das Ende kommen.“ „Und es wird gepredigt werden das Evangelium … in der ganzen Welt“ bedeutet, dass Christus kommen wird, wenn die ganze Welt das Evangelium des Herrn Jesus vernommen hat. (Es bedeutet nicht, wenn jeder einzelne Mensch das Evangelium gehört hat oder wenn jeder einzelne Mensch an Christus glaubt.) Als der Herr Jesus ans Kreuz genagelt wurde und Seine Erlösungswerk vollbracht hatte, begann der Heilige Geist, die Jünger und Apostel dazu zu führen, den Herrn Jesus zu bezeugen. Seitdem hat sich das Evangelium des Herrn nach und nach über alle Arten von Kanälen verbreitet, wie etwa Radio, Internet, Bücher, Evangeliumsbroschüren oder Verkündung des Evangeliums an Gläubige. Das Christentum hat sich auf der ganzen Welt etabliert, und viele Länder betrachten das Christentum sogar als ihre nationale Religion. Christen haben sich auch längst auf der ganzen Welt verbreitet und es gibt sogar viele, die das Evangelium des Herrn Jesus in China annehmen, das von einer atheistischen politischen Partei regiert wird. Das Erlösungsevangelium des Herrn Jesus hat sich längst bis an das Ende der Welt verbreitet. Liebe Brüder und Schwestern, denkt einen Moment darüber nach: Welche Nation, welche Region der Welt hat das Evangelium des Herrn Jesus jetzt noch nie gehört?

4. Die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen und die Liebe der Gläubigen wird erkalten

In Matthäus, Kapitel 24, Vers 12 heißt es: „Und dieweil die Ungerechtigkeit wird überhandnehmen, wird die Liebe in vielen erkalten.“ In der Welt der Religion nimmt die Ungerechtigkeit zu, und sie ist jetzt ohne das Wirken des Heiligen Geistes und die Gegenwart Gottes. Auch wenn es den Anschein hat, dass einige einen leidenschaftlichen Glauben haben, gehen sie immer noch den weltlichen Weg. Das Begehren von Reichtum ist unter Gläubigen weit verbreitet, einige verkaufen in ihren Kirchen Waren aller Art, andere werden Geschäftsleute und einige betreiben Fabriken und beschäftigen sich damit, Geld zu verdienen. Sie denken nicht daran, für den Herrn zu arbeiten, und sie leben verfangen in weltlichen Verstrickungen. Wenn Pastoren und Älteste predigen, konzentrieren sie sich nur darauf, biblisches Wissen und theologische Theorien zu erklären, anstatt die Worte des Herrn zu predigen. Sie bezeugen nicht den Herrn und verherrlichen nicht den Herrn, und sie leiten die Gläubigen nicht dazu an, sich darum zu bemühen, den Willen des Herrn zu verstehen. So führen sie ihre Zuhörer letztendlich in biblisches Wissen und ihre Herde entfernt sich immer weiter von Gott. Einige Pastoren und Älteste wetteifern miteinander und lassen sich auf neidische Auseinandersetzungen ein, so sehr, dass sie sogar Cliquen bilden, sich in verschiedene Gruppierungen und Banden aufspalten, Opfergaben stehlen, sexuelles Fehlverhalten begehen und ganz und gar kein gottesfürchtiges Herz haben. Diese Ungerechtigkeiten finden nun immer mehr in der Welt der Religion statt und die Kirchen werden immer verlassener. Diese Dinge lassen uns unweigerlich an das Ende des Zeitalters des Gesetzes denken, als der Tempel, der zuvor mit der Herrlichkeit Jehovas erfüllt war, verlassen schien, die Priester armselige Opfer brachten und der Tempel zu einem Marktplatz wurde. Gibt es irgendeinen Unterschied zwischen den heutigen Kirchen und dem Tempel am Ende des Zeitalters des Gesetzes? Daraus können wir erkennen, dass diese biblische Prophezeiung vollständig erfüllt worden ist und dass der Herr wiedergekehrt ist.


5. Das Erscheinen falscher Christi und falscher Propheten

In Markus, Kapitel 13, Vers 6 heißt es, dass der Herr Jesus sagte, als die Jünger den Herrn Jesus fragten, welche Vorzeichen für Seine Wiederkunft in den letzten Tagen vorhanden sein würden: „Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: „Ich bin Christus!“ und werden viele verführen.“ Und in Matthäus Kapitel 24, Vers 24 ist aufgezeichnet: „Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, daß verführt werden in dem Irrtum (wo es möglich wäre) auch die Auserwählten.

Der Herr Jesus prophezeite, dass, wenn Er in den letzten Tagen wiederkehren würde, falsche Christi und falsche Propheten erscheinen würden. In den letzten Jahren sind in Ländern wie China, Südkorea und Japan nach und nach falsche Christi und falsche Propheten erschienen. Sie nennen sich Christus und versuchen nicht nur, sich mit dem Namen Jesu auszugeben, sondern sie versuchen auch, die Zeichen und Wunder des Herrn Jesus nachzuahmen, die Kranken zu heilen, Dämonen auszutreiben usw. An dem Erscheinen so vieler falscher Christi können wir erkennen, dass sich diese Prophezeiung bezüglich der Wiederkehr des Herrn Jesus erfüllt hat, denn wenn falsche Christi erscheinen, ist der wahre Christus tatsächlich schon gekommen. Zu diesem Zeitpunkt sollten wir daher noch mehr die Initiative ergreifen und die Erscheinung und das Wirken Gottes ausfindig machen. Vielleicht sagen einige Brüder und Schwestern: „Nun sind so viele falsche Christi und falsche Propheten erschienen. Wenn wir die Initiative ergreifen, um sie zu suchen und zu erforschen, was sollen wir tun, wenn wir verführt werden?“ Wenn wir jedoch nicht das Erscheinen und das Wirken Gottes suchen und erforschen, weil wir Angst davor haben, verführt zu werden, würden wir nicht wissen, dass der Herr wiedergekehrt ist, und würde das nicht noch wahrscheinlicher dazu führen, dass wir verlassen werden? Würden wir nicht aufhören zu essen, weil wir Angst haben zu ersticken, und viel versäumen, um ein bisschen zu retten? Daraus können wir erkennen, dass es töricht ist, aus Angst davor, verführt zu werden, gegenüber allen, die das Kommen des Herrn predigen, die Einstellung anzunehmen, nichts zu hören, nichts zu sehen und nichts zu berühren. Wenn wir die Wiederkehr des Herrn Jesus willkommen heißen wollen, ist es wesentlich, den Unterschied zwischen falschen Christi und dem wahren Christus erkennen zu können. Nur so können wir den Herrn willkommen heißen und nicht verführt werden. Was sind also die Merkmale eines falschen Christus? Der Herr Jesus sagte: „Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun“ Aus den Worten des Herrn können wir erkennen, dass die Hauptmerkmale falscher Christi folgende sind: Sie können nur einige einfache Zeichen und Wunder vollbringen und Irrtümer predigen, die wahr erscheinen, aber tatsächlich falsch sind, um die Menschen zu verführen; sie sind völlig unfähig, irgendeine Wahrheit auszusprechen, um das Problem der Menschheit des Sündigens und des Bekennens zu lösen, und sie können die Menschheit nicht vor ihrer eigenen Verderbtheit retten. Dies liegt daran, dass das Wesen falscher Christi das Wesen extrem frevelhafter böser Geister ist und dass ihnen die Wahrheit völlig fehlt. Nur Christus ist die Wahrheit, der Weg und das Leben; nur Christus kann die Wahrheit ausdrücken, uns den Weg zeigen und uns mit Leben versorgen. Alle, die nicht die Wahrheit ausdrücken können, um uns zu versorgen, und nur einige einfache Zeichen und Wunder zeigen können, sind falsche Christi – dies ist das grundlegende Prinzip, wie man falsche Christi vom wahren Christus unterscheiden kann. Mit den Worten des Herrn als unsere Grundlage müssen wir uns keine Sorgen darüber machen, verführt zu werden. Hinsichtlich dessen, wie man gezielt zwischen falschen Christi und dem wahren Christus unterscheiden kann, seht euch diesen wunderbaren Filmausschnitt an: „Wie man den wahren Christus von falschen Christi unterscheidet“.

Aus den obigen Tatsachen können wir erkennen, dass alle Prophezeiungen bezüglich der Wiederkehr des Herrn Jesus erfüllt worden sind – der Herr ist wiedergekehrt. Viele Menschen werden jedoch sicherlich fragen: „Wenn der Herr wiedergekehrt ist, warum haben wir Ihn nicht schon willkommen geheißen?“ Habt ihr jemals daran gedacht, dass etwas falsch daran sein könnte, wie wir die Wiederkehr des Herrn Jesus willkommen heißen? Wenn es um die Wiederkehr des Herrn Jesus geht, machen viele Menschen den Schutz vor falschen Christi zu ihrer obersten Priorität. Sie klammern sich an ihre Vorstellungen und Einbildungen und glauben, dass alle, die von der Wiederkunft des Herrn zeugen, falsch sind, und sie achten nicht darauf, wie sie eine kluge Jungfrau sein und Gottes Stimme hören können. Einige Menschen konzentrieren sich auf das Beobachten und Warten, das Festhalten an dem Namen des Herrn Jesus und das Einhalten Seines Weges. Dies ist jedoch nur passives Warten, und sie ergreifen niemals die Initiative und gehen hin, um zu suchen und zu erforschen, und sie achten nicht darauf, die Stimme des Herrn zu hören. Wie können wir den Herrn willkommen heißen, indem wir auf diese Weise praktizieren? Der Herr Jesus sagte: „Denn meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie; und sie folgen mir“ (Johannes 10,27). „Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan“ (Lukas 11,9). „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr. … Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.“ (Matthäus 5,3-8) Der Herr ist treu, und solange wir ein suchendes Herz hegen, proaktiv das Erscheinen und das Wirken des Herrn in den letzten Tagen erforschen, ernsthaft der Stimme des Herrn zuhören und schauen, ob dieser Weg einen Ausdruck der Wahrheit hat und ob er uns mit dem Leben versorgen kann oder nicht, dann wird der Herr uns sicher dazu führen, Seine Wiederkunft zu erkennen!


  1. Fátima: Was bleibt von Marias Prophezeiung vom Weltuntergang?


GESCHICHTE

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GESCHICHTEGEHEIMNIS VON FÁTIMA

Was bleibt von Marias Prophezeiung vom Weltuntergang?

Drei portugiesischen Kindern aus Fátima erschien 1917 die Muttergottes. Ihre drei Voraussagen bewegen seitdem die Kirche. Zwei bewahrheiteten sich umgehend. Die dritte handelt von einer Katastrophe.

Veröffentlicht am 04.04.2019 | Lesedauer: 5 Minuten

Von Florian Stark

Die drei Hirtenkinder, Lúcia (M.), die später Nonne wurde, ihr Cousin Francisco und ihre Cousine Jacinta, aufgenommen 1917
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Es war ein schöner Maitag im Jahr 1917, als die Geschwister Francisco und Jacinta Marto und ihre Cousine Lúcia dos Santos um die Mittagsstunde über ihrer Schafherde ein merkwürdiges Leuchten wahrnahmen. Dann sei ihnen in einer Baumkrone eine Person „strahlender als die Sonne“ erschienen und habe zu ihnen gesprochen, berichteten sie später. Sie habe mit ihnen gebetet und versprochen, im folgenden Monat, dem 13. Juni, um dieselbe Stunde zurückzukehren.

Die drei Kinder waren damals sieben bis zehn Jahre alt und lebten in Fátima, einem Ort gut 120 Kilometer nördlich von Lissabon. Bis in den Herbst wiederholten sich die aufregenden Besuche. Als am 13. Oktober 1917 das Cova da Iria („Tal des Friedens“), wo die Schafsherde weidete, von einem unerklärlichen Sonnenphänomen erfüllt wurde, hatten sich bereits Zehntausende staunende Zuschauer versammelt. Denn die Berichte der Kinder hatten sich wie ein Lauffeuer verbreitet, und den Zeitgenossen, ob Kirchenmänner oder schlichte Gläubige, war klar, dass es sich bei der Person nur um eine handeln konnte: Maria, die Muttergottes.


Sie sollten bald geholt werden: Jacinta (v. l.) und ihr Bruder Francisco, hier mit ihrer Cousine Lúcia

Quelle: picture alliance / Mary Evans Pi

Obwohl die Erscheinungen dann aufhörten, nahm eine unheimliche Wirkungsgeschichte ihren Lauf, die 2017 in der Heiligsprechung der beiden Geschwister gipfelte. Denn bei ihrer dritten Erscheinung, am 13. Juli, sprach Maria nach Angaben der Kinder erstmals Prophezeiungen aus, die als „Geheimnisse von Fátima“ bekannt wurden. Unter anderem sagte die Gottesmutter zweien von ihnen einen frühen Tod und dem dritten ein langes Leben voraus.

Am 4. April 1919 wurde Francisco Marto, zehn Monate später seine kleine Schwester Jacinta von der Spanischen Grippe dahingerafft. Ihrer Cousine Lúcia war dagegen ein langes Leben beschieden, sie wurde fast 98 Jahre alt. Das verlieh den Prophezeiungen eine Aura realer Wahrhaftigkeit, die sich zuvor vor allem auf Glauben gegründet hatte. Bereits 1919 war im Cova da Iria mit dem Bau einer Kapelle begonnen worden, die sich schnell zu einem wichtigen Wallfahrtszentrum entwickelte.

Doch zum Synonym für einen der bekanntesten Wallfahrtsorte der katholischen Welt wurde Fátima in den 40er-Jahren. 1941 brachte Lúcia, die inzwischen in das Kollegium der Dorotheerinnen von Vilar bei Porto eingetreten war, zwei der drei „Geheimnisse“ Marias zu Papier. In dem ersten war von einem „großen Feuermeer“ die Rede, „das in der Tiefe der Erde zu sein schien“ und von „Teufel und Seelen“, die im Feuer dahingetrieben wurden.


Die Basilika von Fátima

Quelle: picture alliance / imageBROKER

Das zweite Geheimnis lautete, dass sich Russland bald zum „unbefleckten Herzen Mariens“ bekehren würde. Zudem erhielten die Kinder die nicht ganz einfach zu ertragende Botschaft, dass Jacinta und Francisco bald geholt werden würden, während Lúcia „noch einige Zeit hierbleiben“ dürfe.

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Umgehend wurden die Prophezeiungen publiziert und erschütterten viele Gläubige. Die erste Voraussage schien der Zweite Weltkrieg mit entsetzlicher Gewalt zu verifizieren. Dass Stalins Sowjetunion indes keine Anstalten machte, zur christlichen Orthodoxie zurückzukehren, wurde dagegen vom Schicksal der beiden Hirtenkinder verdrängt. Francisco und Jacinta waren seinerzeit in der Tat bald in den Himmel entrückt worden, während Lúcia, die nach eigenen Angaben die Gespräche mit Maria geführt hatte, sich noch guter Gesundheit erfreute.

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GEHEIMNIS VON FÁTIMA

Warum verbarg der Vatikan die Prophezeiung Marias?

Den dritten und letzten Bericht über die Botschaft Marias verfasste Lúcia Anfang 1944, allerdings mit der Maßgabe, den versiegelten Umschlag erst 1960 zu öffnen. So kam das brisante Stück ins Geheimarchiv der römischen Glaubenskongregation. Bald schon machten Gerüchte die Runde, der Vatikan halte wichtige Informationen über den nahen Weltuntergang zurück.

Doch weder Papst Johannes XXIII. noch seine Nachfolger Paul VI. und Johannes Paul I. konnten sich zur Veröffentlichung der vier handschriftlichen DIN-A5-Seiten durchringen. Johannes Paul II. war indes sofort klar, worauf sich das dritte Geheimnis bezog, auf ihn selbst. Ausgerechnet am 13. Mai 1981, auf den Tag 64 Jahre nach der ersten Erscheinung Marias in Fátima, hatte der türkische Rechtsextremist Ali Agca wahrscheinlich im Auftrag östlicher Geheimdienste auf den Papst gefeuert, als der im offenen Papamobil zum Petersplatz fuhr.

Das passte entsetzlich treffend zu der Aussage der dritten Prophezeiung, nach der „ein in Weiß gekleideter Bischof … halb zitternd und mit wankendem Schritt durch eine große Stadt, die halb zerstört war“ ging, um schließlich „von einer Gruppe von Soldaten getötet“ zu werden, „die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen.“


Papst Johannes Paul II. erteilte am 13. Mai 2000 seinen Segen neben der Statue der Jungfrau Maria in Fátima

Quelle: pa/dpa/epa Lusa Novais

Ein Jahr nach dem Attentat auf ihn pilgerte der polnische Papst, ein großer Marienverehrer, nach Fátima und setzte eine der Kugeln Ali Agcas in die Krone der Madonna in der Marienbasilika. Aber erst 18 Jahre später lüftete er den Schleier und veröffentlichte das Dokument. Zugleich sprach er die sehenden Kinder Francisco und Jacinta selig – Lúcias Seligsprechung wurde 2008, drei Jahre nach ihrem Tod und zwei Jahre früher als üblich, in die Wege geleitet. Bei seinem Besuch am 13. Mai 2017 in Fátima vollzog Papst Franziskus die Heiligsprechung der Geschwister.

Papst beim 100. Jahrestag der Marien-Erscheinung von Fátima

00:0001:23

Im portugiesischen Fátima gedenkt Papst Franziskus der Marien-Erscheinung vor 100 Jahren. Der Papst landete auf dem Luftwaffenstützpunkt von Monte Real nördlich von Lissabon.

Quelle: Reuters

Weltliche Historiker erklären die Erscheinungen von Fátima gern mit den unruhigen Zeiten, die Portugal nach der Abschaffung der bankrotten Monarchie 1910 durchlebte. Die Republikaner führten einen heftigen Kulturkampf gegen die Kirche, deren Güter und Schulen verstaatlicht wurden und deren Personal in Gefängnissen verschwand.


Hinzu kam der Eintritt in den Ersten Weltkrieg. Das portugiesische Expeditionskorps mit mehr als 50.000 Mann wurde im Frühjahr 1917 nach Flandern verlegt, wo es schließlich aufgerieben wurde. Portugals Klerus erschienen die Besuche Marias daher als himmlische Fingerzeige und zeitgebundene Mutmacher in der Not.

Zahlreiche Gläubige waren dagegen mit der Erklärung des Vatikans von 2000 nicht zufrieden, dass „apokalyptische Enthüllungen über das Weltende oder den weiteren Verlauf der Geschichte“ nicht mehr zu erwarten seien. Stattdessen grassieren weiterhin Gerüchte, nach denen weitere versteckte Aussagen aus Fátima in den Archiven versteckt seien. Selbst Klarstellungen des Vatikans konnten daran wenig ändern.

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Das letzte Geheimnis von Fatima

»Wer glaubt, dass die prophetische Mission Fatimas beendet sei, der irrt sich.«
Papst Benedikt XVI., 13. Mai 2010

Als der Vatikan im Juni 2000 das »Dritte Geheimnis von Fatima« veröffentlichte, wollte jeder glauben, dass es sich auf die Vergangenheit bezieht. Gerne sah man in der Vision der drei Seherkinder von einem alternden Papst, der »von Schmerz und Sorge gebeugt« durch »eine große Stadt ging, die halb zerstört war«, um schließlich selbst ermordet zu werden, eine symbolische Darstellung der schrecklichen Kriege und Christenverfolgungen des 20. Jahrhunderts, gipfelnd in dem Attentatsversuch des Türken Ali Agca am 13. Mai 1981, dem 64. Jahrestag der ersten Erscheinung von Fatima, auf Papst Johannes Paul II.

Doch zum 100. Jahrestag der Erscheinungen, der 2017 begangen wird, ist man sich auch im Vatikan nicht mehr sicher. Längst hat der »Islamische Staat« mit seiner internationalen Terrorarmee nicht nur der Zivilisation an sich, sondern auch ganz speziell dem Christentum und seinem Zentrum »Rom« den Krieg erklärt. Immer lauter werden die Warnungen aus Geheimdienstkreisen vor einem islamistischen Terroranschlag auf den Vatikan und den Papst. Wollte uns davor die Gottesmutter vor 100 Jahren warnen?

Tatsache ist: Bei den Erscheinungen von Fatima, gipfelnd in einem großen Sonnenwunder mit 70000 Augenzeugen, handelte es sich um den machtvollsten Eingriff Gottes in die Geschichte der Gegenwart. Präzise sagte die Gottesmutter den drei Seherkindern den Aufstieg und Fall der Sowjetunion, den Zweiten Weltkrieg und die an ein Wunder grenzende Bekehrung Russlands voraus. Wie kein anderes mystisches Ereignis prägte Fatima seitdem aber auch die Geheimpolitik der Päpste, bis hin zu Johannes Paul II., der überzeugt war, mit einer von der Gottesmutter erbetenen Weihe den Kommunismus besiegt und die Spaltung Europas überwunden zu haben.

Papst Franziskus, der am Fatima-Tag gewählt wurde, weihte der Gottesmutter sein Pontifikat - und betonte damit die Aktualität der marianischen Botschaft auch und gerade in den Krisen unserer Zeit. Noch ist es möglich, die prophezeite Katastrophe zu verhindern. Den Schlüssel dazu aber liefert, so glaubt er, das letzte Geheimnis von Fatima.

Das erfolgreichste Fatima-Buch in deutscher Sprache jetzt mit einer aktuellen Neuinterpretation des »Dritten Geheimnisses« zum 100. Jahrestag der Erscheinungen!

Das dritte Geheimnis Quelltext Wikipedia

„Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt habe, haben wir links von Unserer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt; es sprühte Funken und Flammen gingen von ihm aus, als sollten sie die Welt anzünden; doch die Flammen verloschen, als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte: den Engel, der mit der rechten Hand auf die Erde zeigte und mit lauter Stimme rief: Buße, Buße, Buße! Und wir sahen in einem ungeheuren Licht, das Gott ist: ‚etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen‘ und einen in Weiß gekleideten Bischof – ‚wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war‘. Wir sahen verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen einen steilen Berg hinaufsteigen, auf dessen Gipfel sich ein großes Kreuz befand aus rohen Stämmen wie aus Korkeiche mit Rinde. Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine große Stadt, die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt, von Schmerz und Sorge gedrückt, betete er für die Seelen der Leichen, denen er auf seinem Weg begegnete. Am Berg angekommen, kniete er zu Füßen des großen Kreuzes nieder. Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen. Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Klassen und Positionen. Unter den beiden Armen des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte ein Aspergill aus Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer auf und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten.“

Lúcia schrieb das dritte Geheimnis am 3. Januar 1944 auf. Es wurde dem Bischof von Leiria in einem versiegelten Umschlag übergeben. Die Niederschrift der Geheimnisse kommentierte Lúcia mit den Worten: „Bewusst werde ich nichts auslassen. Möglicherweise vergesse ich manche Einzelheiten, die aber nicht wichtig sind.“ Am 4. April 1957 kam der Umschlag in das Vatikanische Geheimarchiv. Lúcia hatte außen auf den Umschlag geschrieben, dass er nicht vor 1960 geöffnet werden dürfe. Aber erst am 26. Juni 2000 wurde der Inhalt von Joseph Kardinal Ratzinger und Erzbischof Tarcisio Bertone bekannt gemacht.

Der Kardinalpräfekt der Kongregation, Franjo Šeper, sah am 18. Juli 1981 im dritten Geheimnis einen Hinweis auf jenes Attentat auf Papst Johannes Paul II., das Mehmet Ali Ağca am 13. Mai 1981 (am Jahrestag der ersten Marienerscheinung in Fátima) verübte.

Bis zu seiner Veröffentlichung rankten sich um das dritte Geheimnis zahlreiche Spekulationen. So wurde unter anderem angenommen, es würde einen Dritten Weltkrieg oder einen Atomkrieg vorhersagen.[2]




Laut Nostradamus wird 2022 kein besonders gutes Jahr

Veröffentlicht am 07.01.2022 | Lesedauer: 3 Minuten

Von Sabine Winkler
So könnte der französische Hellseher Nostradamus ausgesehen haben.

Quelle: pa/Bianchetti/Leemage/©Bianchetti

Im 16. Jahrhundert veröffentlichte der französische Apotheker seine Prophezeiungen, die bis in das Jahr 3797 reichen. Demnach halten die kommenden zwölf Monate wenig Gutes für uns parat.

Horoskope sind eigentlich ziemlich bescheuert: Anhand bestimmter

 Sternenkonstellationen sollen sie deine Zukunft erahnen. Das entbehrt zwar jeder wissenschaftlichen Grundlage, dennoch lesen Millionen jeden Tag, welche Schicksal die Sterne für sie bereithalten. Ähnlich verhält es sich mit den Prophezeiungen des 1503 im französischen Saint-de-Rémy-de-Provence geborenen Apothekers Michel de Notredame, besser bekannt als Nostradamus.

Bereits im Jahr 1555 veröffentlichte er seine oftmals apokalyptischen Vierzeiler, die in je zu 100 Zeilen gesammelt die Zukunft eines Jahres prognostizieren sollen. Formuliert sind die meisten seiner Vorhersagen zwar bewusst nebulös und ohne konkrete Zeitangaben – es gibt also jede Menge Interpretationsspielraum. Dennoch treffen einige seiner prophetischen Vierzeiler beängstigend genau zu.

Schon die Mondlandung 1969, die Schreckensherrschaft Adolf Hitlers und den Einsturz der Zwillingstürme des World Trade Centers im Jahr 2001 soll er prophezeit haben. Fast so gut wie die Macher der Comicserie „Die Simpsons“, die unter anderem Donald Trump als US-Präsidenten oder das Finale der HBO-Serie „Game of Thrones“ vorhersagten. Für das Jahr 2022 sieht Nostradamus allerdings wieder schwarz.Nostradamus: 2022 kommen Hunger, Wirtschaftskrise und globale Erwärmung

Wer denkt, das aktuelle Jahr kann nicht schlimmer werden als 2020 und 2021, wird von Nostradamus bitter enttäuscht. Sein Blick in die Zukunft offenbart eine schwere Wirtschaftskrise, durch welche die Weltbevölkerung unter einer Hungersnot zu leiden habe und die schwere soziale sowie politische Unruhen mit sich bringe. Selbst vor Kannibalismus würden wir nicht zurückschrecken. So heißt es in der Prophezeiung für 2022:


SO HOCH DER WEIZENPREIS. DIESER MANN IST GERÜHRT. SEINE MITMENSCHEN ESSEN IN SEINER VERZWEIFLUNG.NOSTRADAMUS IN „LES PROPHÉTIES“ (1555) 


Infolge der globalen Erwärmung drohen laut Nostradamus Hungersnöte und eine Wirtschaftskrise

Quelle: Getty Images/Anton Petrus

Ursache für die Hungersnot mit weitreichenden Folgen könnte eine Verschärfung der Klimakrise sein. Seit Jahrzehnten beobachten Wissenschaftler auf der Erde die globale Erwärmung und ihre Folgen. Doch Nostradamus ist sich sicher, dass unser Planet im Jahr 2022 von einem „Sonnensturm“ aufgesucht werden wird.


WIE DIE SONNE WIRD DER KOPF DAS LEUCHTENDE MEER VERSIEGELN. DIE LEBENDEN FISCHE DES SCHWARZEN MEERES WERDEN FAST KOCHEN.NOSTRADAMUS IN „LES PROPHÉTIES“ (1555) 

2022: Naht das Ende der EU?

Je nach Auslegung seiner Zeilen lässt sich zudem ablesen, dass die gesamte Europäische Union zusammenbricht. So schreibt Nostradamus: „Heilige Tempel der Römerzeit werden die Fundamente ihrer Gründung ablehnen.“ Daraus lesen (selbst ernannte) Experten ab, dass die Europäische Union vor ihrem Ende stehe. Zudem solle Paris in Folge von Krieg und Massendemonstrationen belagert werden.


Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-un bei der Ansprache 2021
In Nordkorea wiederum soll es zu einem Regimewechsel kommen. Die Ursache: Diktator Kim Jong-un soll bei einem Unfall sterben. Das steht zwar nicht wortwörtlich in Nostradamus’ Prophezeiungen, lässt sich aber so interpretieren. Diese Deutung bezieht sich auf einen Vierzeiler, der den Tod einer wichtigen politischen Persönlichkeit hervorsagt.

Nostradamus Prophezeiung 2022: Stirbt die Queen?DER PLÖTZLICHE TOD DES ERSTEN CHARAKTERS WIRD VERÄNDERT UND SIE WERDEN EINEN ANDEREN IN SEIN KÖNIGREICH BRINGEN.NOSTRADAMUS IN „LES PROPHÉTIES“ (1555) 

Das könnte aber auch für andere betagte Staatsoberhäupter gelten. Etwa die britische Königin Elizabeth II., die am 21. April ihren 96. Geburtstag feiern wird. Oder aber auch US-Präsident Joe Biden, der 2022 80 Jahre alt wird. Alle drei Fälle würden die Welt gravierend verändern.

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